Ein neuer Blick auf LibreOffice

© Nicole Lücking, poasworld.de

Seit mit Office 2016 wieder eine vernünftige Word-Version für Mac zur Verfügung steht, habe ich das Open-Source-Äquivalent LibreOffice Writer nur noch selten benutzt. (Eigentlich hauptsächlich, um mit der Erweiterung Writer2Epub Dokumente ins E-Book-Format zu konvertieren.)

Anfang Februar nun haben die Entwickler von der Document Foundation ein neues Release, LibreOffice 5.3, veröffentlicht. Auf der deutschsprachigen Website wird das Release als experimentell bezeichnet, „auch für ‚innovative‘ Anwender, die bereit sind, mögliche Fehler und Probleme an The Document Foundation zu melden“. Das macht natürlich neugierig. Weiterlesen

Prägnant, fluid: der Twitter-Essay

Mit das Interessanteste, was ich diese Woche gelesen habe, war ein Artikel auf Wired über Emma Coats. Die Storytelling-Spezialistin trainiert Googles Sprachassistenten Persönlichkeit und Schlagfertigkeit an, um das Nutzungserlebnis zu verbessern. Wer sich mit dem Äquivalent zu Apples Siri unterhält, soll das Gefühl eines echten Gegenübers haben. Also gilt es, eine Figur mit einer Art Story zu entwickeln.

Emma Coats war früher bei den auf Animationsfilme spezialisierten Pixar Studios angestellt. Was sie dort über Storytelling lernte, fasste sie in einer Serie von Tweets zusammen – den als Pixar’s Rules of Storytelling berühmt gewordenen 22 Regeln. Diese Tweets, so wird sie in dem Wired-Artikel zitiert, seien eine Art Notizen an ihr früheres Selbst gewesen.

Sicher ist Emma Coats nicht die Erste, die Twitter in dieser Weise verwendet hat: Sie veröffentlichte eine nummerierte Serie von thesenartigen Tweets – einen Twitter-Essay. Die Nummerierung macht deutlich, dass es sich um eine Folge von auf einander aufbauenden Gedanken handelt. Oft werden die Tweets mittels „Antworten“-Funktion miteinander verbunden, manchmal nur durch einen Hashtag.

Joannechocolat veröffentlicht regelmäßig ihre „Ten Tweets about“

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Apps zum Datenschutztag

Hunderte von digitalen Spuren hinterlässt fast jede/r täglich per Computer und Smartphone. Informationen über unsere Internetnutzung und unser Verhalten, die gespeichert und gesammelt werden. Zusammengefasst ergeben diese Spuren ein Profil, geben Unbekannten Einblick in unser Leben, erzählen unsere Geschichte: unser digitaler Schatten.

Vielen ist das bewusst, manchen egal, wiederum andere machen sich vielleicht keine Gedanken über die Tragweite der Datensammelei. Jedenfalls hat der Europarat zur Sensibilisierung für das Thema vor 11 Jahren den europäischen Datenschutztag ins Leben gerufen. Der Aktionstag wird jährlich am 28. Januar begangen, weil an diesem Datum 1981 die Europäische Datenschutzkonvention ratifiziert wurde.

Ein guter Anlass, einmal die Apps zu überprüfen, die sich auf Tablet und Smartphone so angesammelt haben.

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Folge-Freitag, mal anders

Es ist natürlich kein gewöhnlicher Freitag, dieser 20. Januar. Der Amtseinführungs-Freitag, Inauguration Day. Andererseits: was ist denn schon ein „gewöhnlicher“ Freitag?

Unter Twitterern war der Follow Friday, an dem man seine Kumpels mit einer freundlichen Empfehlung ins Wochenende verabschiedet, lange eine liebe Gewohnheit. Angeblich hat den Trend mal ein Micah Baldwin begonnen, indem er den Hashtag #ff kreierte (Quelle: „The Twitter Book“ von Tim O’Reilly und Sarah Milstein). Bei der Follow-Friday-Empfehlung geht es darum, zu sagen: Folgt mal dem, der ist lustig. Oder: Folgt mal der, die hat’s drauf. Weiterlesen