Ein Diagramm zum Projektstart

Als Redakteurin arbeite ich oft auch mit anderen „Freien“ – Autorinnen und Autoren, Grafik, Korrektorat, … Schließlich ist das Büchermachen kein Ein-Personen-Job.  Alle arbeiten selbstorganisiert, halten sich an gegebene Terminzusagen und ToDos und wir wissen, dass wir uns auf einander verlassen können. Oder?

Ich denke, Terminpläne und ToDos sind prima, aber sie zeigen doch gerade bei neuen Projekten nicht die „weichen“ Unsicherheitsfaktoren. Kommunizieren wir genug? Was kann passieren, wo muss man Knoten lösen, was passt bei der Zeitplanung nicht?
Um die Unsicherheitsfaktoren auf den Punkt zu bringen, kann man Mindmaps und ausgefeilte Visualisierungen erstellen – oder ein schlichtes Diagramm wie das Folgende nutzen.mehps
Ich nenne es Mehps, seit ein Besucher den Nachbarn in bestem Bayerisch erklärte, mithilfe eines Programms namens „Gugl Mehps“ die Orientierung wiedergefunden zu haben … Mehps kann aber auch für Mehrperspektiven-Skizze stehen.

Es ist eine Variante des Perspektivendiagramms, wie es Gabi Reinmann in ihrem Buch Wissenswege für das persönliche Wissensmanagement empfiehlt: als Hilfsmittel, mit dem sich ein persönliches „Wissensportfolio“ visualisieren lässt. Weiterlesen

99 Arten, ein Konzept zu versemmeln

good-advice.jpgLetztens saß ich mit einer Kollegin zusammen, die bei der Ausarbeitung eines Konzepts einfach nicht weiterkam. Sie wollte natürlich alles perfekt machen, hatte – um es ja effizient anzugehen – schon alles gelesen, was sie über Konzepte an Informationen finden konnte und war jetzt davon überzeugt, dass sie es völlig anderes anpacken müsse.
Ob ich ihr nicht ein paar Tipps geben könne?

Ich hatte das Gefühl: Das Letzte, was sie jetzt brauchen kann, sind weitere Tipps und Ratschläge. Manchmal ist es eben des Guten zu viel, zu viele How-tos zu lesen und goldenen Rat befolgen zu wollen. Deshalb habe ich ihr vorgeschlagen: Lass uns doch mal, um den Kopf frei zu kriegen, 99 Arten zusammentragen, wie man’s nicht macht. Weiterlesen

Notizen organisieren, analog-digital

Notieren, aufschreiben, schriftlich fixieren … Anscheinend eine Hauptbeschäftigung des Menschen, sobald er – oder sie – lesen und schreiben gelernt hat. War schon bei den alten Römern mit ihren Wachstäfelchen nicht anders.
NotizenGefühlt genauso alt ist die Überlegung: analog oder digital oder beides? Wie soll man die Infoschnipsel organisieren, um den Überblick behalten und das Benötigte rechtzeitig wiederfinden zu können?

Wie wahrscheinlich die meisten von euch habe ich Verschiedenes ausprobiert, was so an Notizbuchregeln und Empfehlungen zu finden ist. Hier stelle ich drei populäre oder vielleicht weniger bekannte Methoden vor.  Weiterlesen

Lady Ada und die Software-Pionierinnen. Ein Besuch im Computermuseum

IMG_4041Zum 200. Geburtstag der Ada Lovelace würdigt eine Ausstellung im Heinz Nixdorf MuseumsForum Pionierinnen der Informatik.

Ohne diese „rechnenden Frauen“ könnte die heutige Technologie nicht funktionieren.
Die Ausstellung wirft ein Schlaglicht auf eine weniger bekannte Tatsache: Die wesentlichen Meilensteine in der Geschichte von Software sind Frauen zu verdanken. Weiterlesen

CasualConc – ein Textanalysewerkzeug für den Mac

Als ich kürzlich vor der Aufgabe stand, auf die Schnelle ein Glossar aus einer Reihe von Aufsätzen zu erzeugen, habe ich mich an ein kleines Werkzeug namens CasualConc erinnert.

Harry2Dieser sogenannte Concordancer erzeugt Häufigkeitsanalysen von Wörtern oder Mehrwortgruppen, die in einem Text vorkommen – und das in Sekundenschnelle.
Das Tool heißt CasualConc, weil es ohne großen Aufwand, quasi im Vorübergehen, statistische Auswertungen von Texten erlaubt.

Computerlinguisten nutzen solche Software seit langem, um große Textmengen (Korpora) zu analysieren – nur sind die Werkzeuge in der Regel komplex, kostenpflichtig oder nur für das Windows-Betriebssystem erhältlich. Weiterlesen