Neue Lernräume entdecken: Leuchtfeuer 4.0 – der MOOC

Ein offener Onlinekurs als Forschungs- und  Entdeckungsreise „zwischen Digitalien und Analogistan“. Weil in der Bildungslandschaft vieles, was die digitale Transformation mit sich bringt, noch unkartiert ist.

Was bedeuten Entwicklungen wie Robotertechnik, Chatbots, Maschinenlernen für den Arbeitsplatz und welche Fähigkeiten braucht es, um damit umzugehen?

Was lernt man an Orten wie Makerlabs und CoWorking Spaces und inwiefern wandeln sich Institutionen wie Bibliotheken und Volkshochschulen, um mithalten zu können?

Der MOOC richtet sich besonders an Menschen in der Region, denen die Digitalisierung ganz neue Möglichkeiten bietet, innovativ zu sein und kreative Hubs zu bilden. Mal sehen, was da in den zwei Kurswochen alles „abgeht“.

Das 4.0 im Titel deutet auf ein zentrales Merkmal der Transformation hin, nämlich die Vernetzung: Die Teilnehmenden sollen sich ja mittels moderner Kommunikationsmittel vernetzen, mit- und voneinander lernen, Ideen entwickeln und letztlich Veränderungen aktiv gemeinsam angehen.

Ach so, ja: Start ist am nächsten Mittwoch (19. April) und zur Einschreibung geht es hier.

Das Barcamp als Lernort. Rückblick aufs #bcmuc

Am vergangenen Wochenende fand nach fünfjähriger Pause wieder ein Barcamp München statt. Der Ort: Microsofts OfficeMitWindows, dessen Digital Chandeliers-Installation im Atrium während der zwei Tage zum wahrscheinlich beliebtesten Fotomotiv wurde.

Barcamps sind ja für Schreibtischmenschen eine prima Gelegenheit, einmal raus aus dem Trott zu kommen und sich mit interessanten Leuten zu vernetzen. Offiziell natürlich geht es bei solch einer Unkonferenz ums „Teilen“ von Wissen, wie auch die Veranstalter in ihrer Einführung betonten. (Danke an dieser Stelle, ans tolle Orga-Team und überhaupt alle.)

Gut, was gab es diesmal mitzunehmen? Ich meine nicht die Goodies der Sponsoren, sondern Infos. Eine subjektive Auswahl an facts. Weiterlesen

Anständig streiten, das lässt sich lernen

Debattenkultur taucht als Schlagwort in den Medien derzeit gefühlt so häufig auf wie das zum Wort des Jahres 2016 gekürte postfaktisch. Die Debattenkultur, heißt es, müsse gerettet werden. Dem öffentlichen Diskurs sei die Fähigkeit, durchdachte Argumente zu präsentieren, abhandengekommen. Schleichend habe sich ein Unterbietungswettbewerb in Stil und Ton entwickelt.

quoteAlso, was es braucht, ist eine bessere Debattenkultur, ein Überbietungswettbewerb in Sachen Logik und konstruktiver Überzeugungskraft, oder?

„Gute Debatten sind eine Voraussetzung lebendiger Demokratie und eines gelingenden Zusammenlebens in unserer vielfältigen Gesellschaft.
Debattieren heißt: Stellung beziehen, Gründe nennen, Kritik vortragen – gegen- und miteinander. Debattanten müssen sich präzise ausdrücken können und einander zuhören. Im Alltag braucht jeder diese Fähigkeiten. Und jeder braucht sie, um politisch mitreden zu können“, heißt es in den FAQ des Schülerwettbewerbs Jugend debattiert. Debattieren als Unterrichtsreihe, ein naheliegender Ansatz.

Schön, aber wenn Sie nicht das Glück hatten, das in der Schule schon zu lernen? Hier ein paar Tipps, wo Sie anfangen könnten: Weiterlesen

Coole Hacks: Maker-Senioren online

„Wir werden alle älter“. Das ist so ein Standardspruch, sobald mal jemand über Knieprobleme oder Ich-hab-Rücken klagt. Aber hey, Leute, wir werden ja tatsächlich alle älter. Und irgendwann gelten wir als Seniorinnen und Senioren. Die heute noch diskriminiert werden mit Werbung à la „Computerkurse auch ab 50“.

Die Anbieter von (PC? Office?)-Kursen sollten sich mal ansehen, was SLO Senioren lernen online alles machen: die Möglichkeiten der Digitalisierung und des mobilen Webs nutzen für Empowerment, selbstbestimmtes Leben und Lernen.

Beispiel Kunstsurfen: Die Kunsthistorikerin Barbara Leisner organisiert Ausflüge in digitalisierte Sammlungen. Ideal für Menschen, die vielleicht körperlich nicht mehr so mobil sind.

Beispiel Mikrocontroller. Warum darauf warten, dass einem jemand Services zur Verfügung stellt – wenn man doch das Internet der Dinge selber bauen kann?

Wie können mehr Menschen von dem Angebot erfahren? Uta Krope von SLO hat ihr soziales Netzwerk für Senioren gerade beim Hackathon der Bundeszentrale für politische Bildung, „Selbstbestimmt leben in der vernetzten Gesellschaft“, vorgestellt. Der Hackathon ist selber ein gutes Beispiel für moderne Bildung. Nicht alles war früher besser (😉).

Hello, past and future self

Die Lernexpertin Silvia Rosenthal Tolisano schreibt auf ihrem Langwitches Blog, wie sehr sie sich manchmal wie ein Wesen von einem fernen Stern vorkommt, wenn sie Begriffe wie Netzwerk-Lernen, Heutagogy, selbstgesteuerte Lernen verwendet. Wie oft sie feststellt, dass beim Thema Bildung so dermaßen aneinander vorbeigeredet wird. Das Gefühl, außerhalb der eigenen Filterblase von niemandem verstanden zu werden, habe sie, so Tolisano, auch vor 7 Jahren schon gehabt, und seitdem sei Vieles unverändert geblieben.

Bei der Lektüre des Artikels gingen mir gleich mehrere Fragen durch den Kopf.

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Macht es eigentlich nur die Umgebung? Dass man erkennt, wie weit man sich entwickelt hat im Vergleich zu anderen, die mehr am Hergebrachten hängen? Ist es mehr oder weniger Zufall, dass man jetzt anders denkt als noch vor Jahren, oder ist es das Ergebnis eines gezielten Entwicklungsprozesses?

Die Frage ist doch: Woher wissen wir denn eigentlich, wo wir selbst vor 7 Jahren standen und wo jetzt?

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