Der digitale Buddy

Manche Firmen setzen bei der Einarbeitung neuer MitarbeiterInnen auf ein Buddy-System, das den Neulingen einen Kollegen oder eine Kollegin als Ansprechpartner für die ersten Tage oder Monate an die Seite stellt. Buddy, das bedeutet „Kumpel, Freund/in“ und drückt aus, dass da jemand Gleichrangiger ist, der sich kümmert. Jemand, der zeigt, wo es langgeht (d.h. die wesentlichen internen Abläufe) und wie man sich in der unbekannten Kultur des neuen Unternehmens bzw. Teams am besten zurechtfindet.

© Nicole Lücking, poasworld.de

Dass aber so ein Buddy-Prinzip bei der Einarbeitung auch in neue digitale Werkzeuge hilfreich ist, hat sich, glaube ich, noch nicht so herumgesprochen. Dabei kann das besonders effizient sein. Und ich denke, nicht nur Ältere schätzen es, wenn sie jemand haben, den sie einfach fragen können. Statt sich alleine, bestenfalls mit YouTube, grummelnd heranzutasten. Weiterlesen

Gelesen: „Do It Yourself – Die Mitmach-Revolution“

Welche Begabungen und Fähigkeiten brauchen eigentlich „Maker“?

Oder umgekehrt: Kann eigentlich an der Maker-Bewegung jemand partizipieren, wenn sie oder er überzeugt ist, zwei linke Hände zu haben oder einfach nicht gerne bastelt?

Die Frage stellte sich letztens in einem Forum des Leuchtfeuer-40-MOOCs.

Nun hat das „Selbermachen“ ursprünglich tatsächlich sehr viel mit Handarbeit, Basteln und Heimwerken zu tun, aber der Begriff DIY umfasst doch sehr viel mehr, einschließlich der Eigen-Produktion von Wissen und Medien. Das zeigt sehr anschaulich ein Buch, das ich heute vorstellen möchte.

Es handelt sich genauer gesagt um einen Ausstellungskatalog: das Begleitbuch zur Ausstellung DIY – Die Mitmach-Revolution, die 2012 u.a. im Museum für Kommunikation in Frankfurt gezeigt wurde (Trailer). Es ist somit schon etwas älter. Das macht aber nichts – interessant sind die historischen und kulturwissenschaftlichen Hintergründe, die Parallelen zur Gegenwart erschließen sich von selbst. Weiterlesen

Neue Lernräume entdecken: Leuchtfeuer 4.0 – der MOOC

Ein offener Onlinekurs als Forschungs- und  Entdeckungsreise „zwischen Digitalien und Analogistan“. Weil in der Bildungslandschaft vieles, was die digitale Transformation mit sich bringt, noch unkartiert ist.

Was bedeuten Entwicklungen wie Robotertechnik, Chatbots, Maschinenlernen für den Arbeitsplatz und welche Fähigkeiten braucht es, um damit umzugehen? Weiterlesen

Das Barcamp als Lernort. Rückblick aufs #bcmuc

Am vergangenen Wochenende fand nach fünfjähriger Pause wieder ein Barcamp München statt. Der Ort: Microsofts OfficeMitWindows, dessen Digital Chandeliers-Installation im Atrium während der zwei Tage zum wahrscheinlich beliebtesten Fotomotiv wurde.

Barcamps sind ja für Schreibtischmenschen eine prima Gelegenheit, einmal raus aus dem Trott zu kommen und sich mit interessanten Leuten zu vernetzen. Offiziell natürlich geht es bei solch einer Unkonferenz ums „Teilen“ von Wissen, wie auch die Veranstalter in ihrer Einführung betonten. (Danke an dieser Stelle, ans tolle Orga-Team und überhaupt alle.)

Gut, was gab es diesmal mitzunehmen? Ich meine nicht die Goodies der Sponsoren, sondern Infos. Eine subjektive Auswahl an facts. Weiterlesen

Anständig streiten, das lässt sich lernen

Debattenkultur taucht als Schlagwort in den Medien derzeit gefühlt so häufig auf wie das zum Wort des Jahres 2016 gekürte postfaktisch. Die Debattenkultur, heißt es, müsse gerettet werden. Dem öffentlichen Diskurs sei die Fähigkeit, durchdachte Argumente zu präsentieren, abhandengekommen. Schleichend habe sich ein Unterbietungswettbewerb in Stil und Ton entwickelt.

quoteAlso, was es braucht, ist eine bessere Debattenkultur, ein Überbietungswettbewerb in Sachen Logik und konstruktiver Überzeugungskraft, oder?

„Gute Debatten sind eine Voraussetzung lebendiger Demokratie und eines gelingenden Zusammenlebens in unserer vielfältigen Gesellschaft.
Debattieren heißt: Stellung beziehen, Gründe nennen, Kritik vortragen – gegen- und miteinander. Debattanten müssen sich präzise ausdrücken können und einander zuhören. Im Alltag braucht jeder diese Fähigkeiten. Und jeder braucht sie, um politisch mitreden zu können“, heißt es in den FAQ des Schülerwettbewerbs Jugend debattiert. Debattieren als Unterrichtsreihe, ein naheliegender Ansatz.

Schön, aber wenn Sie nicht das Glück hatten, das in der Schule schon zu lernen? Hier ein paar Tipps, wo Sie anfangen könnten: Weiterlesen