Begleitetes Schreiben

Die Schreibmaschine der Zukunft ist ein intelligenter Textassistent, der Autoren alle ungeliebten Tätigkeiten im Schreibprozess abnimmt. So beschreibt der Interaktions-Designer und Autor Samim Wininger (samim), der sich selbst als „KI-Experimentierer“ bezeichnet, in einem neuen Artikel auf medium die Anforderungen an moderne Textverarbeitung.

Remix: Assembly App

Der eigentliche schöpferische Vorgang, so Samim, wird in Zukunft viel mehr als bisher schon darin bestehen, Vorhandenes kreativ zu veredeln.

Kuratieren, Remixen, Transformieren  – das sind Tätigkeiten, bei denen Maschinen hervorragend einsetzbar sind.
Sie liefern den Rohentwurf, der von Autoren nur noch vollendet werden muss.

Für alle fortgeschrittenen Funktionen stehen digitalen Textarbeitern heute Werkzeuge zur Verfügung, und doch helfen diese Tools nicht bei grundlegenden Fragen: Wie schreibe ich gute Geschichten? Wo finde ich Inspiration? Wie überwinde ich Schreibblockaden? In diesen Bereichen hat sich das Schreiben jahrhundertelang nicht verändert: Der Mensch macht die kreative Arbeit, die Maschine druckt die Wörter.

Heute dagegen verändern neue Technologien grundlegend die hergebrachte Arbeitsteilung zwischen uns und unseren Schreibwerkzeugen.

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Lesetipps: Langsamkeit, Fokus und Hirnauslüften

Wird Entschleunigung und bewusster zeitweiser Verzicht auf digitale Vernetzung zum Luxus, den man sich leisten können muss? Ist „Analog das neue Bio“, wie vor einiger Zeit propagiert wurde? (Nein, ist es nicht.) Die Bio-Metapher taugt nur in dem Sinne, dass Verzicht auf sinnlosen Konsum, wie bei der Ökobewegung, einen bewussteren Umgang mit den Ressourcen fördern kann.

„Analog“ und „Digital“ sind längst keine vernünftigen Kategorien mehr, um unseren Alltag zu beschreiben. Aber vielleicht gehört zur Vernetzung und Zukunftsgewandtheit durchaus die Fähigkeit, sich immer mal zurückzuziehen, um die mentalen Batterien aufzuladen und dem Gehirn zu erlauben, auch mal Dinge zu verarbeiten.

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Marches und Memes

Gestern, am Earth Day, haben in vielen deutschen Städten Menschen für die Forschung und gegen Wissenschaftsfeindlichkeit demonstriert, wie hier in München.

Weltweit fanden etwa 600 solcher Kundgebungen statt (March for Science). Wer mitmarschierte, konnte fast nicht umhin, die witzigen Sprüche und kreativen Plakate zu fotografieren; sie sind vielfach in den sozialen Medien geteilt worden. Weiterlesen

Kreative Korrekturzeichen

Korrekturzeichen sind genau festgelegt, amtlich nach DIN. Das ist ja auch klar, sie dienen der eindeutigen Kommunikation zwischen Korrektor und Setzerei. Missverständnisse beim Ausführen der Korrekturen sollen ausgeschlossen werden.

Unbotmäßig kreative Korrekturzeichen hat dagegen der Zeichner Grant Snyder entworfen. Satzanweisungen wie „set in Italy“, „more drama“, „horribly wrong font“ klingen zwar irgendwie vertraut, lassen dann aber doch Raum für Interpretationen …

Die Idee an sich ist originell, aber nicht ganz neu. Zuvor hat beispielsweise die Zeichnerin Eve Corbel ein eigenes Set an Korrekturzeichen kreiert, zu finden noch auf dem Blog der Korrekturwerkstatt Mighty Red Pen: Not your Mothers Editing Marks.

Jedenfalls sind Snyders INCIDENTAL COMICS, beispielsweise über das Betrachten von Kunst, immer einen Blick wert. Demnächst erscheint das Buch, welches den Anlass für die kreativen Symbole geliefert hat, als Hardcover: The Shape of Ideas. An illustrated guide to creativity.

 

Frauentag und Social-Tech

Rund um den heutigen Weltfrauentag gab es in meiner Timeline viele Vorschläge, was man(n) für die Geschlechtergerechtkeit und die Gleichstellung von Frauen tun könne, in der Arbeitswelt und auch sonst.

Beispielsweise

Auf Letzteres zielt die „Be Bold For Change“-Kampagne der Organisation KIVA anlässlich des Weltfrauentags. (Ein ausführlicher Artikel dazu von Andrea Edwards auf LinkedIn.) Bei diesem Nonprofit handelt es sich um eine Kombination aus Crowdfunding- und Mikrokredit-Plattform. Weiterlesen