Frauentag und Social-Tech

Rund um den heutigen Weltfrauentag gab es in meiner Timeline viele Vorschläge, was man(n) für die Geschlechtergerechtkeit und die Gleichstellung von Frauen tun könne, in der Arbeitswelt und auch sonst.

Beispielsweise

Auf Letzteres zielt die „Be Bold For Change“-Kampagne der Organisation KIVA anlässlich des Weltfrauentags. (Ein ausführlicher Artikel dazu von Andrea Edwards auf LinkedIn.) Bei diesem Nonprofit handelt es sich um eine Kombination aus Crowdfunding- und Mikrokredit-Plattform.

Die Plattform bringt Investitionswillige mit KreditnehmerInnen weltweit zusammen; wer will, kann mittels Kleinkredit gezielt Frauen, besonders Unternehmerinnen, unterstützen. Der ZEIT-Korrespondent Reiner Luyken beschrieb 2011 in einer Reportage, wie er über KIVA einer Geschäftsfrau in Sierra Leone Geld lieh und was er dabei erlebte.

Die Organisation ist nicht unumstritten, aber erfolgreich. Im Aufsichtsrat sitzen Silicon-Valley-Entrepreneure.

Was ist daran nun „Tech“? Nicht so sehr die Arbeitswelt, die da unterstützt wird – es geht zumeist um recht traditionelles Unternehmertum in Entwicklungsländern, wie in diesem Promo-Video gezeigt wird. Vielmehr die User Experience und die Algorithmen der Plattform selbst. Investieren so einfach wie Online-Shoppen: Projekte, die einen interessieren, werden in einen Einkaufskorb gelegt, 25 Dollar ist der Standard-Betrag, und dann geht’s über Paypal zur Kasse. Es gibt ganze Teams, die auf diese Weise gemeinsam investieren.

Ob sie das Ziel „3 Millionen zum Frauentag“ schaffen?