Begleitetes Schreiben

Die Schreibmaschine der Zukunft ist ein intelligenter Textassistent, der Autoren alle ungeliebten Tätigkeiten im Schreibprozess abnimmt. So beschreibt der Interaktions-Designer und Autor Samim Wininger (samim), der sich selbst als „KI-Experimentierer“ bezeichnet, in einem neuen Artikel auf medium die Anforderungen an moderne Textverarbeitung.

Remix: Assembly App

Der eigentliche schöpferische Vorgang, so Samim, wird in Zukunft viel mehr als bisher schon darin bestehen, Vorhandenes kreativ zu veredeln.

Kuratieren, Remixen, Transformieren  – das sind Tätigkeiten, bei denen Maschinen hervorragend einsetzbar sind.
Sie liefern den Rohentwurf, der von Autoren nur noch vollendet werden muss.

Für alle fortgeschrittenen Funktionen stehen digitalen Textarbeitern heute Werkzeuge zur Verfügung, und doch helfen diese Tools nicht bei grundlegenden Fragen: Wie schreibe ich gute Geschichten? Wo finde ich Inspiration? Wie überwinde ich Schreibblockaden? In diesen Bereichen hat sich das Schreiben jahrhundertelang nicht verändert: Der Mensch macht die kreative Arbeit, die Maschine druckt die Wörter.

Heute dagegen verändern neue Technologien grundlegend die hergebrachte Arbeitsteilung zwischen uns und unseren Schreibwerkzeugen.

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Marches und Memes

Gestern, am Earth Day, haben in vielen deutschen Städten Menschen für die Forschung und gegen Wissenschaftsfeindlichkeit demonstriert, wie hier in München.

Weltweit fanden etwa 600 solcher Kundgebungen statt (March for Science). Wer mitmarschierte, konnte fast nicht umhin, die witzigen Sprüche und kreativen Plakate zu fotografieren; sie sind vielfach in den sozialen Medien geteilt worden. Weiterlesen

„Ohne falsche Ehrfurcht“: Computer und Wissenskonstruktion

Was kommt dabei heraus, wenn wir nach Jahren unsere „digitalen Artefakte“ wieder lesen? Dieser Tage schickte mir jemand per Chat einen witzigen Text: Mein ICQ-Protokoll aus dem Jahr 2000: Die schrägen Tage im Netz von damals. Der Kolumnist Martin Weigert beschreibt darin, wie er seine frühe Messenger-Kommunikation wiederentdeckt und staunend wieder liest – vor dem Hintergrund heutiger Erfahrung.

Dass es sich um ein aus persönlicher Sicht „historisches“ Dokument handelt, muss ich wohl kaum erwähnen. Damals war ich 17 Jahre alt, also im „besten“ Teenager-Alter. Zu lesen, wie das eigene, junge und unreifere Ich damals geurteilt hat, besitzt einen hohen Unterhaltungs- und Verwunderungswert.

Die Konversation, in der es viel um Downloadraten geht und darum, wie lange man online ist, fand ich deshalb so interessant, weil sie zeigt, wie stark künftig nicht nur unsere Alltagserfahrung, sondern auch unsere Erinnerung vom „Computer“ geprägt sein werden.

  • Spielt es eine Rolle, ob man jemals selber an einem Computer geschraubt, programmiert, gelötet hat?
  • Ist es wichtig, wie viel Zeit jemand damit verbracht hat, Software zu verstehen (oder sich darüber zu ärgern, oder sie zu verbessern)?
virtual-computer-generation

„Wie war das noch gestern? Wer war ich noch gestern?“ (Dieter Thomas Kuhn)

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Vor der Buchmesse: Ein Streifzug durch die Buchblogs

1245 Adressen umfasst mittlerweile die Topliste der deutschen Buchblogs, die Tobias Zeising auf seiner Seite Lesestunden zusammengestellt hat, wo er regelmäßig die Blogosphäre der Buchblogger analysiert. Viel zu viele, um sie annähernd zu verfolgen – und ohnehin interessant eher für diejenigen, die sich mit Belletristik beschäftigen. Aber doch einen Blick wert.

Viele Buchblogs widmen sich der Literatur selbst, den guten Büchern, den Rezensionen. Bei den folgenden Leseempfehlungen geht es mehr um das „Drumherum“. Weiterlesen

Mein iPad als Schreib-Maschine 3: Korrekturen im PDF

zenmeerFreiberufler ist ein toller Begriff, denn er enthält das Wörtchen „frei“.

Nun sind ja die meisten Freelancer, die ich kenne, sehr diszipliniert. Höchstens als Arbeitsnomaden in der Wahl des Arbeitsortes fühlen sie sich „frei“:

ladestation

Warum nicht am See, im Garten oder an exotischen Orten, mit leichtem Gepäck und bei wackliger WLAN-Versorgung arbeiten?

Ich bin in letzter Zeit öfter gefragt worden, ob ich nicht eine App kenne, mit der man auf dem iPad komfortabel PDFs korrigieren kann, und zwar mit dem Stift, so wie auf Papier eben. Und offline … Vermutlich hängt das mit dem Arbeitsort zusammen, siehe oben.

Gut, Kollegen, mein Tipp: GoodReader, weil ich damit schon eine Weile arbeite und gute Erfahrungen gemacht habe. Weiterlesen