Mein iPad als Schreib-Maschine 3: Korrekturen im PDF

zenmeerFreiberufler ist ein toller Begriff, denn er enthält das Wörtchen „frei“.

Nun sind ja die meisten Freelancer, die ich kenne, sehr diszipliniert. Höchstens als Arbeitsnomaden in der Wahl des Arbeitsortes fühlen sie sich „frei“:

ladestation

Warum nicht am See, im Garten oder an exotischen Orten, mit leichtem Gepäck und bei wackliger WLAN-Versorgung arbeiten?

Ich bin in letzter Zeit öfter gefragt worden, ob ich nicht eine App kenne, mit der man auf dem iPad komfortabel PDFs korrigieren kann, und zwar mit dem Stift, so wie auf Papier eben. Und offline … Vermutlich hängt das mit dem Arbeitsort zusammen, siehe oben.

Gut, Kollegen, mein Tipp: GoodReader, weil ich damit schon eine Weile arbeite und gute Erfahrungen gemacht habe. Weiterlesen

Mein iPad als Schreib-Maschine: 5 Tools für den roten Faden

Der rote Faden der Ariadne half Theseus, den Weg aus dem Labyrinth zu finden. Der rote Faden im Text hilft uns (als Schreibende wie Lesende), uns nicht zu verzetteln.

Gliederung

© Nicole Lücking, poasworld.de

Die meisten Schreibratgeber legen viel Betonung darauf, wie wichtig es ist, mit einer guten Struktur zu beginnen. Sich eine Gliederung zu überlegen, bevor man überhaupt anfängt.

Zwar kann man Schreiben, Recherchieren, Ideen sammeln einerseits und Strukturieren andererseits nicht streng voneinander trennen. Aber es ist gut, Werkzeuge an der Hand zu haben, die beim Erstellen und Feinjustieren einer Struktur helfen.

Wer das iPad als mobiles Büro schätzt, kann sich verschiedener Apps bedienen, um eine Gliederung zu erstellen und zu überarbeiten. Fünf Vorschläge: Weiterlesen

Mein iPad als Schreib-Maschine: UX Write

Wissenschaftliches Schreiben auf dem iPad

“Es muss ja keine Doktorarbeit werden.” Leicht gesagt, und trifft ja zu
für Blogartikel, die gern mal unterwegs auf dem iPad geschrieben werden.
Was aber, wenn tatsächlich mal ein richtig langer Text verfasst werden will,
eine Forschungsarbeit, eine Broschüre — oder eben eine Dissertation?

Klar, es gibt die Textverarbeitung Pages, die aber sehr layoutorientiert ist und nicht so wirklich für wissenschaftliche Publikationen geeignet. Genau das war die Überlegung, die Peter Kelly dazu brachte, eine Schreib-App zu entwickeln:

Wie müsste denn eine Textverarbeitung beschaffen sein, mit der man bequem auf dem iPad eine wissenschaftliche Arbeit schreiben kann?

Herausgekommen ist die App UX Write, die seit dieser Woche im App Store erhältlich ist.

Texteingabe für Strukturierte

Die Textverarbeitung funktioniert nach dem Prinzip WYSIWYM  („What You See Is What You Mean“ – Was du siehst, ist, was du meinst). Hier ist das Grundprinzip, anders als beim bekannteren WYSYWIG-Prinzip, die Trennung von Struktur, Layout und Inhalt. Zuerst ein Grundgerüst erstellen, mit Inhalt füllen, und erst am Schluss gestalten und feintunen – das funktioniert in UX Write bestens und ohne dass es dafür besonderer Kenntnisse bedarf.

Über den Stileditor kann die Gestaltung des Dokuments jederzeit geändert werden. Besonders praktisch: Querverweise auf Unterkapitel einbauen über den internen Gliederungs-Editor.

Genauso leicht lassen sich Inhalts-, Abbildungs- und Tabellenverzeichnis einfügen. Diese Verzeichnisse sind dynamisch, das heißt, dass jede Änderung (zum Beispiel einer Bildlegende) sofort übernommen wird und sichtbar ist.

Schnittstellen

Der resultierende Text ist sauberes HTML, das leicht weiter- und wiederverwendet werden kann. Die wichtigste Funktion von UX Write ist aber, alle für die Satzausgabe nötigen Funktionen bereitzustellen – nach dem Vorbild des LaTeX-Editors LyX. Ein schönes PDF wird buchstäblich “auf Knopfdruck” generiert.

Über WebDaV und Dropbox-Synchronisierung sind die Dateien von überall her zugänglich.

Turbo beim Tippen

Mancher hat sich schon daran gewöhnt, Texte ins iPad zu diktieren. Nur geht das ja nicht immer und überall, besonders nicht im Gemeinschaftsbüro. Also Tippen.  Die Eingabe über die iPad-Tastatur funktioniert aber nicht immer wie gewollt: Häufige Vertipper oder lustige Ergebnisse der automatischen Korrektur, der Kampf mit den diversen Umschalt-Tasten …
Hier verspricht die neue App Abhilfe. UX Write klinkt eine zusätzliche Tastenreihe in das Keyboard ein und erweitert damit den Standardtastatur um weitere Satzzeichen.

Klammern, Gedankenstrich, Semikolon sind nun in “Tippweite”. Zeichenformatierungen wie fett und kursiv, aber auch Listenformate lassen sich zuweisen, wenn man die nützliche, wenn auch vielleicht optisch nicht ganz gelungene “Format”-Taste aktiviert.

Text markieren: Einmal wischen, bitte!

Zwei weitere Tasten erleichtern Cursorbewegungen und das genaue und schnelle  Markieren vorn Text. Wenn man sie gedrückt hält, erscheint ein virtuelles Trackpad, das sich mittels Wischbewegungen leicht bedienen lässt.

Das Beste zum Schluss: die Autokorrektur

Die Funktion  Auto-Korrektur  im IOS bedeutet ja grundsätzlich Arbeitserleichterung, kann aber leicht nerven, insbesondere bei Texten mit vielen Fachtermini oder kreativen Wortschöpfungen. Zwar lernt die Auto-Korrektur mit der Zeit dazu, aber es kann sein, dass man  mehrere Versuche braucht, um sie zu „überlisten“.

UX Write punktet hier mit einer eigenen Autokorrektur-Funktion, die sich leicht ein- und ausschalten lässt. Geänderte Wörter werden im Text markiert, und man kann entscheiden, ob die Korrektur übernommen werden soll. Angenommene Korrekturen wandern automatisch ins Wörterbuch, das sich anschließend bearbeiten lässt. Noch gibt es diese Funktion erst für Englisch, aber eine Version für Deutsch ist schon in der Entwicklung.

Ich habe die Ehre, als Betatesterin dabei zu sein und werde berichten …