Was ist wichtig? Was kann weg? Priorisieren und Überarbeiten

Kennen Sie die MoSCoW-Methode? Im Projektmanagement bezeichnet dieses Akronym eine Skala, anhand der man Anforderungen und Aufgaben priorisieren kann. MoSCoW steht für Must have, Should have, Could have, Won’t have und gibt jeweils an, ob eine Funktion im aktuellen Projekt zwingend umgesetzt werden muss oder (eher) nicht:

  • Was gehört zum absoluten Mindestumfang, ohne den das Projekt keinen Sinn macht?
  • Welche Bestandteile sind weniger kritisch, aber den Nutzern vielleicht wichtig?
  • Welche Features sind ganz nett und können ohne viel Aufwand oder Kosten berücksichtigt werden, aber bei Zeitmangel lässt sich darauf verzichten?
  • Und schließlich, welche Anforderungen werden gar nicht umgesetzt, sondern höchstens als Idee für künftige Weiterentwicklung aufgehoben?

Dahinter steckt der Gedanke, dass die unterschiedliche Einstufung von Anforderungen eine größere Flexibilität erlaubt. Wenn ein Projekt nur „Must Haves“ hat, kann der Umfang nicht verändert werden. Anders bei den Should haves und Could haves: Sollte es eng werden, kann auf sie noch verzichtet werden, oder wenn genug Zeit ist, kann man sie noch hineinnehmen.

Auch beim Überarbeiten von Texten hilft es manchmal, eine solche Einteilung im Hinterkopf zu haben.

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„Tweetable Abstracts“ oder: Wie man prägnante Beschreibungstexte findet

Um Bücher oder andere Inhalte (etwa auf einer Landingpage) anzuteasern, braucht man einen „Pitch“ – und der soll nicht nur neugierig machen, sondern den potenziellen Lesern auch vermitteln, dass unser E-Book, unser Whitepaper etc. ihre aktuell wichtigen Probleme behandelt. Manchmal fällt es schwer, die Kernbotschaft an den Anfang zu stellen und wirklich in einem Satz auszudrücken.

Kleiner Tipp: Man kann sich abschauen, wie Wissenschaftler ihre Thesen komprimieren, um sie im Vorfeld oder während einer Konferenz auf Twitter zu „pitchen“. Forschungsfragen und Ergebnisse in maximal 140 Zeichen zu packen, ist eine Herausforderung. In dem folgenden Video erklärt die Biologin Erin Eastwood, wie das geht.

Tweetable Abstracts 101 von Society for Conservation Biology auf Vimeo.

Nette Beispiele finden sich auf dem Twitterkanal der Science Slams. Das sind Konferenzen, auf denen junge Wissenschaftler ihre Ergebnisse „spektakulär verständlich“ auf der Bühne präsentieren.

#Techno kann #Flugzeugabstürze verhindern.  (Eine Untersuchung darüber, wie man mit ‚Beats per Minute‘ Frühwarnsysteme für Flugzeuge entwickeln kann.)
Wollen Sie Pommes zu den Pommes? (Erläuterung eines Empfehlungssystems für Online-Shops.)
Computer, die auf Menschen starren (Über automatisierte Videoüberwachung.)
Oder mein Lieblingsbeispiel: Warum ist der Film immer doofer als das Buch? Miku Sophie Kühmel slamt ihre Bachelorarbeit  Transformationsanalyse zu Daniel Kehlmanns Selbstadaption von ‚Die Vermessung der Welt‘.

 

Mobile first! Korrektur lesen auf dem  Smartphone

Reader-AppsSmartphones sind im Gegensatz zu E-Readern Multitasking-Geräte. Sie werden für alles Mögliche und natürlich nicht in erster Linie zum Bücherlesen verwendet.
Aber die Bedeutung des mobilen Lesens auf dem Handy wird über alle Altersgruppen hinweg zunehmen: Zu praktisch ist es doch, für „ungeplantes“ Lesen zwischendurch seine E-Books unterwegs im Zugriff zu haben – synchronisiert über die verschiedenen Plattformen und ermöglicht durch eine Vielzahl von Lese-Apps.

Wenn immer öfter Bücher auf dem Smartphone gelesen werden, was bedeutet das fürs Büchermachen?

In einem kürzlich erschienenen Artikel in der Selfpublisher-Bibel zieht Matthias Matting den lustigen Vergleich zwischen Schreiben und Enkel-Bestricken: Wer Socken strickt, wird „ab und an probieren lassen“. Matting rät Autoren, ihr Werk auf einem „echten E-Reader zu testen“, um zu verstehen, wie es bei den Lesern ankommt. Ob Inhaltsverzeichnis, Bilder, Links funktionieren. Wie der Text in verschiedenen Schriftgrößen erscheint.

Ich denke, es ist Zeit einen Schritt weiter zu gehen und zu überlegen, wie das alles auf dem kleinen Display des Smartphones erscheinen wird. Und dafür frühzeitig je nach Zielformat  in den diversen Apps (Kindle, iBooks, Marvin, Bluefire und wie sie alle heißen) zu testen. Einige Aspekte, die Autoren und Lektoren bedenken sollten: Weiterlesen

Die Zukunft der Arbeit ist Online

Also, der Titel ist ein Wortspiel. Natürlich ist die Zukunft der Arbeit online oder irgendwie „digital“, in dem Sinne, dass künstliche Intelligenz einen Großteil unserer Arbeit übernehmen kann.

Worauf ich aber hinweisen will: die gleichnamige Publikation ist online.

Die #ZukunftderArbeit kommt – und das ist auch gut so

18 Autoren, 1 Barcamp, eine Art PaperSprint … Herausgekommen ist ein lesenswerte Zusammenstellung, die verschiedenste Facetten des Arbeitens unter „4.0“-Bedingungen beleuchtet.

Und ich durfte’s als Erste lesen ;).

Anti-Plag: Über das Erfassen von Onlinequellen mit Zotero

PasteFür Hausarbeiten, Fachartikel und auch Sachbücher gehört sauberes Zitieren zum Handwerk, selbst wenn die Konsequenzen, beim Klauen erwischt zu werden, nicht so gravierend sein mögen wie bei einer prominenten Doktorarbeit. Und natürlich helfen einem heutzutage Programme beim Exzerpieren und Bibliographieren, also am Aufwand sollte es kaum liegen, wenn fremde Quellen nicht richtig zitiert werden.

Literaturverwaltungsprogramme gibt es einige. Ich empfehle für die Verwaltung von Rechercheergebnissen in der Regel Zotero.  Wie es funktioniert und wie man damit umgeht, das zeigen viele gute Tutorials, nicht zuletzt auch auf YouTube.  Wer sich mit dem Thema noch gar nicht befasst hat, mag vielleicht zuerst 7 Gründe Zotero auszuprobieren nachlesen.

Worum es mir hier geht: Zotero kann bibliographische Informationen, die in Webseiten eingebettet sind, automatisch auslesen und befüllt damit einzelne Felder wie Autor, Titel, Datum … Das ist bei Büchern und wissenschaftlichen Fachartikeln, die in digitalen Bibliotheken oder Katalogen verzeichnet sind, kein Problem. Deren genormte Metadaten  liest Zotero natürlich aus.

Aber wie steht es mit Blogs und Zeitungsartikeln? Zotero kann zwar bibliographische Metadaten in Webseiten auslesen, aber nur dann, wenn es die entsprechenden Informationen erkennt. Und die stehen im HTML-Header! Weiterlesen