5 Gründe, WordPress als Schaltzentrale fürs Publizieren zu verwenden

Neulich im Team. Eine lebhafte Tool-Diskussion: Sollen wir fürs neue Projekt Ausschau nach dem perfekten Werkzeug halten, mit Anforderungskatalog und Matrix und allem Drum und Dran? Oder begnügen wir uns damit, das Vertraute zu nutzen, nach Möglichkeiten zu „hacken“, neue Bausteine nach Bedarf hinzuzufügen und uns die Schaltzentrale nach und nach selber zusammenzubauen? Klares Votum für Letzeres.

Da wir bisher je nach Projekt mit unterschiedlicher Technik unterwegs sind, stellt sich trotzdem grundsätzlich die Frage, für welches (oder wessen) Lieblings-Tool wir uns entscheiden. Da gibt es durchaus noch die gegensätzlichsten Standpunkte.

IMG_1590

Hier sind erstmal die fünf Gründe, die aus meiner Sicht für WordPress sprechen.

1. Der einfachste und einleuchtendste Grund: Wir betreiben bereits ein Fachblog und planen, genau diese Inhalte wiederzuverwenden.
2. Wir sind mehrere Autoren und wollen pro Kapitel / Abschnitt klare Verantwortlichkeiten.
3. Wir kennen uns gut mit WordPress aus und arbeiten täglich damit.
4. Es ist bereits die Schaltzentrale fürs Team: Hier haben wir alles, was wir brauchen, um zu kommunizieren, uns zu informieren und einander Feedback zu geben.
5. Es gibt schon eine Reihe von PlugIns, die den Export in alle wichtigen E-Book-Formate ermöglichen. Das bekannteste ist Pressbooks, aber auch MPL-Publisher macht einen guten Eindruck.

Aber:

Was braucht man sonst noch? Bringt WordPress denn alles mit, was wir für Fach- und Sachbücher brauchen? Gibt es genügend brauchbare PlugIns, die das Bearbeiten, Projektmanagement und -kommunikation ermöglichen, so wie wir uns das vorstellen? Das gilt es erst noch herauszufinden.

Und schließlich: Gegenargumente, die einem auf Anhieb einfallen, gibt es genug.

  • Es fehlen vielleicht ausgefeilte Workflow-Konzepte mit entsprechender Unterstützung für die einzelnen Rollen, so wie es spezialisierte Plattformen wie Booktype, oder z.B. auch Mediawiki mitbringen.
  • So richtig schnelles kollaboratives und einfaches Inhalte-Erstellen à la Google Docs ist (noch) nicht möglich.
  • Die Versionsverwaltung ist nicht so angelegt, dass sie so etwas wie Änderungsverfolgung à la Word, d.h. leichtes Verwalten und Rückgängigmachen einzelner Änderungen ermöglicht.

Das Experiment geht weiter, Ausgang offen …

(Bildquellen: geralt, SpaceX)