Worüber wir reden, wenn wir von der Cloud reden

Zu dir oder zu mir?

Eigentlich ist es ja ganz einfach. Was sich bisher auf der eigenen Festplatte ansammelte, liegt nun zunehmend im Netz: Fotos oder Videos, Dokumente, Musik oder Software-Features. Gespeichert auf Rechnern von Dienste-Anbietern, mit denen unsere Geräte über die Datenleitungen verbunden sind. Oftmals, ohne dass wir das bewusst so wahrnehmen. Wer ein Smartphone besitzt und Apps verwendet, nutzt irgendwo immer „die Cloud“, um Daten zu synchronisieren.

Das Thema Daten spielt für Textarbeiter/innen eine große Rolle – nicht nur in Sachen Backups und Sicherheit. Wir müssen uns immer wieder neu überlegen, wo wir die Dinge ablegen und wie wir sie sortieren. Erst recht, wenn ich als Freelancer/in mit anderen zusammenarbeite, stellt sich bald die Frage: Tja, welche Cloud soll es denn nun sein? Weiterlesen

Warum einfache Sprache gar nicht so einfach ist – Lernen von der technischen Kommunikation

Letzte Woche habe ich mich ein bisschen darüber beschwert, dass ich mich genervt durch eine Gebrauchsanweisung blättern musste. Das war nicht nett, denn ich weiß, was die Kolleginnen und Kollegen Technische Redakteure leisten.

In diesem Zusammenhang empfehle ich einen Blick in Tom Johnsons Blog I’d rather be writing. Er hat gerade einen großartigen Artikel über Verständlichkeit (nicht nur technischer Informationen) geschrieben.
Schön: Der Artikel enthält einen Praxistest des Lesbarkeitstools Hemingway App. Für die Ungeduldigen fasse ich den Artikel hier mal zusammen. Weiterlesen

Der digitale Buddy

Manche Firmen setzen bei der Einarbeitung neuer MitarbeiterInnen auf ein Buddy-System, das den Neulingen einen Kollegen oder eine Kollegin als Ansprechpartner für die ersten Tage oder Monate an die Seite stellt. Buddy, das bedeutet “Kumpel, Freund/in” und drückt aus, dass da jemand Gleichrangiger ist, der sich kümmert. Jemand, der zeigt, wo es langgeht (d.h. die wesentlichen internen Abläufe) und wie man sich in der unbekannten Kultur des neuen Unternehmens bzw. Teams am besten zurechtfindet.

© Nicole Lücking, poasworld.de

Dass aber so ein Buddy-Prinzip bei der Einarbeitung auch in neue digitale Werkzeuge hilfreich ist, hat sich, glaube ich, noch nicht so herumgesprochen. Dabei kann das besonders effizient sein. Und ich denke, nicht nur Ältere schätzen es, wenn sie jemand haben, den sie einfach fragen können. Statt sich alleine, bestenfalls mit YouTube, grummelnd heranzutasten. Weiterlesen

Gelesen: “Meta! Das Ende des Durchschnitts”

Dirk von Gehlen will in seinem neuen Buch “nicht das Internet erklären”. Wohl aber einige der kulturellen und gesellschaftlichen Veränderungen, die Digitalisierung mit sich bringt: Inhalte, die nicht beim Sender, sondern beim Empfänger produziert werden. Gesammelte Nutzerdaten, die kontextbasiert eine nie vorher mögliche Personalisierung von Inhalten erlauben. Die granulare Gesellschaft – das Gegenteil von Massenproduktion und Massenkommunikation. Viele parallele Nischen und immer stärkere Segmentierung von Nutzergruppen, zum Beispiel auf der Grundlage ortsbezogener Daten. Und so fort.

Und es ist wohltuend nüchtern, wie von Gehlen das tut: Jenseits von Schreckensszenarien auf der einen, Paranoiavorwürfen auf der anderen Seite. Es geht ihm darum, Strategien für den Umgang mit den Veränderungen aufzuzeigen, um digitale Mündigkeit also.

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Brainstorming: Gemeinsam oder doch lieber einsam?

© Nicole Lücking, poasworld.de

Die gute alte Brainstorming-Methode kann helfen, kreative Lösungen für ein Problem zu finden.

Sie wird oft in Form einer Gruppendiskussion eingesetzt. Herauskommen soll eine Liste von Ideen, die zu einer Lösung führen können.

Aber ist die Methode in der Gruppe tatsächlich effektiv? Und funktioniert es wirklich besser in Präsenz – oder vielleicht virtuell ebenso gut?

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