Remember to write in November

Herbst bedeutet für Tausende weltweit: der Schreib–Monat ist da. NaNoWriMo.

Für mich könnte es bedeuten: Back to Blog, bevor ein ganzes Jahr um ist. Freilich habe ich in den letzten Monaten ungeheuer viel geschrieben. Nur nicht hier.

Vor Jahren gab es mal den DigiWriMo, den Digital Writing Month, ausgerufen vom Institute of Digital Pedagogy. Dort haben sie die November-Challenge, 50.000 Wörter zu schreiben, ausgeweitet: vom Romanschreiben auf das „Schreiben ins Internet“. Was ist denn digitales Schreiben anderes?

Ich schreibe heutzutage ziemlich viel ins Internet: Checklisten, To-dos, Inhaltsverzeichnisse, Feedback, Konzepte, Umfragen, Terminpläne, Rede-, Web-, Printtexte aller Art.

Was davon veröffentlicht wird, erscheint nicht hier. Aber die Tools und Techniken, die ich verwende, um den redaktionellen Alltag zu bewältigen, die sind es wert, hier festgehalten zu werden. Ob ich daraus Anleitungen bastle oder doch nur auf bestehende Tutorials verlinke, wird man sehen.

Warum es gut ist, sich mit Markdown zu beschäftigen

Es scheint paradox: Ausgerechnet der Boom mobiler Apps und die Verbreitung digitaler Bücher haben zu einer heimlichen Renaissance des Formats „Nur-Text“ geführt – oder genauer gesagt, von Markdown-formatierten Texten.

Markdown-Kurzanleitung für Posts in Slack

Einst nur von Nerds und Programmierern als einfache und praktische Textformatierung genutzt, hat sich Markdown mittlerweile als einfacher Formatierungs-Standard in vielen Anwendungen durchgesetzt.

Außerdem hat es sich zu einer Art Lingua Franca entwickelt, mit der sich Apps untereinander verständigen, digitale Schreibprozesse verändern und die Texte aus proprietären Formaten befreien.

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Das „Re” in Revision / Schreiben und Lektorieren gleichzeitig

Jedes Manuskript werde erst nach 23 Überarbeitungsgängen wirklich gut, hab ich mal gelesen. Da ist was dran, auch wenn man es nicht wörtlich nehmen muss. Und ich glaube nicht, dass sich daran in absehbarer Zeit etwas ändern wird, trotz aller Algorithmen und Tools, die uns beim Schreiben unterstützen.

Für die Überarbeitung (die Revision) müssen Autoren Zeit einplanen, selbst wenn – oder gerade wenn – ein Manuskript professionell lektoriert wird. Denn dann müssen die Änderungen ja geprüft und miteinander abgestimmt werden.
„Re-Vision” bedeutet wörtlich, das Geschriebene nochmal anzuschauen, möglichst aus der Leserperspektive. Ist zwar eher angelsächsischer Sprachgebrauch, aber mir gefällt der Ausdruck.

Was wird sich verändern, wenn Autor und Lektor mit der Unterstützung neuer Online-Tools parallel im Manuskript arbeiten können?
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