Kreative Korrekturzeichen

Korrekturzeichen sind genau festgelegt, amtlich nach DIN. Das ist ja auch klar, sie dienen der eindeutigen Kommunikation zwischen Korrektor und Setzerei. Missverständnisse beim Ausführen der Korrekturen sollen ausgeschlossen werden.

Unbotmäßig kreative Korrekturzeichen hatte der Zeichner Grant Snyder entworfen. Satzanweisungen wie “set in Italy”, “more drama”, “horribly wrong font” klingen zwar irgendwie vertraut, lassen dann aber doch Raum für Interpretationen …

Die Idee an sich ist originell, aber nicht ganz neu. Zuvor hat beispielsweise die Zeichnerin Eve Corbel ein eigenes Set an Korrekturzeichen kreiert, zu finden noch auf dem Blog der Korrekturwerkstatt Mighty Red Pen: Not your Mothers Editing Marks.

Jedenfalls sind Snyders INCIDENTAL COMICS, beispielsweise über das Betrachten von Kunst, immer einen Blick wert. Das Buch, welches den Anlass für die kreativen Symbole geliefert hat, ist als Hardcover erschienen: The Shape of Ideas. An illustrated guide to creativity.

Sammeln – sichten – ordnen – wegschmeißen

Lohnt es sich eigentlich, alte Links aufzuheben?

„Was ist das denn für eine Frage?“ Naja, wenn ich sehe, wie viele Profile bei verschiedenen Bookmarking-Diensten verwaist sind … Was helfen die umfangreichen Sammlungen, wenn Besucher nicht sicher sein können, welche Links noch relevant sind?

Oder grundsätzlicher gefragt: Ist Sammeln in Zeiten von Google, das sich zur allumfassenden Wissensplattform entwickeln möchte, überhaupt noch angesagt? Evernote-Fans werden jetzt womöglich aufschreien, weil auch Inhalte, die über Jahre mit dem Webclipper ausgeschnitten und verschlagwortet wurden, ein wichtiger Teil der eigenen Lernbiographie sind.

Woran misst sich dann aber die Relevanz?

Um das beantworten, braucht es vor allem eins: Ziele. Es beschleunigt den Organisationsprozess enorm, wenn man klare Ziele hat. Weiterlesen

SciFi und das Ende der Gebrauchsanweisung

Die Bedienungsführung eines sogenannten Seniorentelefons hat mich neulich fast wahnsinnig gemacht.

Unter Ergonomie verstehen die offenbar, dass die Tasten etwas größer sind und man es vor allen Dingen sehr laut stellen kann. Weswegen es die Tante angeschafft hatte. Beim Versuch, Telefonnummern der Verwandtschaft einzuspeichern und ihr bei der Gewöhnung an das neue Ding zu helfen, musste ich irgendwann die Herumtipperei in nicht selbsterklärenden Menüs aufgeben und tatsächlich die Bedienungsanleitung zu Hilfe nehmen.

Dann hat es aber natürlich noch eine ganze Weile gedauert, bis ich die richtige Stelle gefunden hatte.

Ich glaube, das Verstehen von Gebrauchsanweisungen wird zu einer aussterbenden Fähigkeit

Genauso entbehrlich wie die Gebrauchsanweisung selber.

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