Gelesen: “This is not a book”

This is not a book

This is not a book ist ein Hypertext übers Lesen, Schreiben und Publizieren im Web, über Experimente mit neuen Formen und transmediales Geschichtenerzählen.

Vor etwa zwei Jahren taten sich Baldur Bjarnason (@fakebaldur auf Twitter) und Tom Abba (@tomabba) zusammen, um ein offenes Manifest übers Schreiben im digitalen Zeitalter zu verfassen. Beide sind Autoren, Webentwickler, Buchgestalter und beschäftigen sich seit vielen Jahren damit, wie das Büchermachen (und zwar „Bücher“ in jeder Form) geht.

Die kurzen Essays sind wunderbar dafür geeignet, sie Stück für Stück auf dem Smartphone oder Tablet zu lesen. Nebenbei haben die beiden auch eine Podcast-Reihe begonnen, die aber nur aus drei Episoden besteht. Weiterlesen

Schleifmaschinen-Marketing

Ich muss ja zugeben: Baumärkte finde ich toll.
Nicht weil ich die geschickteste aller DIY-Artistinnen wäre. Sondern wegen der fancy Bezeichnungen für unscheinbare Plastikteile (“Verteilerbaldachin”, Kleinteile-Magazin”, “Bodenhülsen-Set”). Und wegen der Flachbildschirme, auf denen Erklärvideos laufen. Wer wollte nicht schon immer wissen, wie man Tapetenkleister korrekt aufträgt oder in welchem Winkel der Farbroller zu halten ist?

Courtesy: Assembly App

Weiterlesen

Bots klauen unsere Sprache. Oder so.

Unsere Schreib- und Kreativwerkzeuge rüsten sich unaufhaltsam mit künstlicher Intelligenz. Wird nun alles, was wir von uns geben, intelligenter? Oder im Gegenteil nur vorhersagbarer, genormter, angepasster?

Individuelle Kreativität und Ausdrucksfähigkeit könnten verloren gehen, wenn wir dem “Auto-Vervollständigen” zu viel Raum geben. Das meint zumindest der Autor Mark Wilson (in seinem Artikel The Rise Of Auto-Complete Culture–And Why We Should Resist auf FastCo). Und führt als Beleg zwei Anwendungen von Google auf.

  • Autocomplete: In Googles Mailclient schlägt die Funktion Gmail Smart Reply vorgefertigte Antworten wie “haha,” “lol,” oder “talk later” vor. Das ist verführerisch, weil es eben schnell und unkompliziert geht und anscheinend oft die sinngemäß richtige Botschaft ist. Um das zu leisten, wurden offenbar zuvor große Mengen an tatsächlicher Korrespondenz analysiert. Daraus errechnet sich der durchschnittlich wahrscheinliche Dialogverlauf.
  • Autodraw: In dieser Google-Applikation braucht man bloß eine sehr simple Skizze zu zeichnen. Google macht daraus mittels künstlicher Intelligenz ein richtig gutes Clipart. “Sozusagen Adobe mit Auto-Vervollständigen-Formel.”

Weiterlesen