Daten hören: Podcasts über die Macht des Codes

Auf der Terrasse sitzen, in die Sonne blinzeln, Podcast hören. Ein paar Netzfundstücke für den Liegestuhl.

Wie sieht eigentlich ein E-Book unter der Haube aus? Andrea Nienhaus und Tina Giesler, beide erfahrene E-Pub-Produzentinnen, erkunden bei ihrer Quellcode-Lesung unterhaltsam das Format und seine Tücken. Aufgezeichnet bei der Electric Book Fair im Juni.

Voicerepublic.com, sozusagen einer der alternativen Radiosender auf der re:publica, sendet überhaupt Berichte von Konferenzen, die sich spannend anhören und von denen man so auch auf der heimischen Gartenliege etwas mitbekommt. Wie etwa die Digital Humanities 2016: Diese relativ neue Disziplin beschäftigt sich mit Big Data, Künstlicher Intelligenz und ihrer Anwendung in den Geisteswissenschaften. Zum Beispiel mit der Frage, wie man mit Hilfe von Big-Data-Analyse aus Zehntausenden literarischer Neuerscheinungen diejenigen herausfiltern kann, die das Lesen lohnen und für die Literaturkritik interessant sind.

Was ist dieses Darknet, von dem alle reden? Wieviel Euro steckt im Bitcoin? Wer solche Zusammenhänge verständlich erklärt haben möchte, kann beim Chaosradio des CCC fündig werden.
Auch im Curation Talk der Netzpiloten geht es aktuell um das Darknet, dazu um die Rolle von Social Media bei der Berichterstattung über die jüngsten Ereignisse, und mehr. Jeden Freitagabend führen sie auf Detektor.fm durch die verschlungenen Pfade von Netz und Politik.

Zum Thema “Daten hören” noch ein ganz anderer Tipp: In der überaus empfehlenswerten Tutorial-Sammlung Programming Historian findet sich ein Artikel über die Kunst, Daten in Klänge umzuwandeln und über das Hören von Mustern, die bei einer Daten-Visualisierung verborgen bleiben.
Für programmiertechnisch weniger Interessierte dürften immerhin die Beispiele von zweifach umgewandelten Musikvideos ganz amüsant sein: Aus MP3 in ein “flaches” abstraktes Datenformat und wieder zurück, sodass der Sound deutlich reduziert, aber die Melodie erkennbar bleibt. “Generating this effect is rather like saving a webpage as .txt, opening it in Word, and then resaving it as .html” (Assoziationen mit der eingangs erwähnten Quellcode-Lesung rein zufällig  …)