Lehren, Lernen … und Lektorieren mit Technologien

Nächste Woche geht es los. Das Lehrbuch für Lehren und Lernen mit Technologien bekommt einen gründlichen Facelift eine aktualisierte Neuauflage und wird gehörig aufgemotzt um neue Kapitel ergänzt. Das Bemerkenswerte daran: In gerade mal 7 Tagen wollen die Herausgeber gemeinsam mit uns, fast 200 „Mitmacherinnen und Mitmachern‟, das komplette Werk überarbeiten.
Hier gibt es dazu einen toll gemachten Trailer zu sehen.

Ein Booksprint!
Allerdings sprengt ein solches verrücktes Abenteuer Unterfangen bei weitem die bisherigen Erfahrungen und kann nur gelingen, wenn es im Detail gut vorbereitet ist – und dazu gehört jede Menge Technik für die Koordination der einzelnen Aufgaben und für die Online-Kommunikation.

L3T-Mitmacherin

Das Besondere bei diesem organisatorischen und technologischen Feldversuch ist,
dass die Macherinnen und Macher sich bei der Arbeit über die Schulter schauen lassen.
Analog zu den „Tickets‟ in der Softwareentwicklung werden die einzelnen Aufgaben über ein Projektplanungswerkzeug verwaltet. Und der aktuelle Stand der Kapitel lässt sich anhand einer automatisch generierten Übersicht feststellen.

Das ist natürlich noch nicht alles.
Was sonst noch vor und hinter den Kulissen geschieht, berichtet L3T TV in sieben Tagen.

Booksprint! revisited

Ein Booksprint ist eine Methode des gemeinschaftlichen Schreibens, die inspiriert ist von den Sprints beim Programmieren. Entwickelt wurde sie von Adam Hyde und mittlerweile vielfach erprobt. Solche Booksprints sind anspruchsvoll und verlangen im Normalfall eine gute Organisation und einen erfahrenen Moderator.

In einem Artikel (2013) im Fachmagazin Wirtschaft und Beruf habe ich die Entstehung und die Hintergründe von Booksprints beschrieben.

Im Kern handelt es sich um eine Art Barcamp. Die Teilnehmer halten allerdings keine Vorträge oder Workshops, sondern schreiben einen Fachartikel aus ihrem Spezialgebiet.

Dabei gilt es, Bücher im Schnellverfahren zu erstellen – innerhalb einer Woche vom Konzept übers Schreiben bis zur Auslieferung.

Um den Workflow und die Freigabeprozesse beim kollaborativen Schreiben und gegenseitigen Editieren zu unterstützen, haben Adam und seine Mitstreiter die Software booktype entwickelt.

Büchermachen im Kollektiv: Booktype

Seit ich mich mit dem Thema “Booksprint” beschäftigt habe, war klar, ich muss mich auch mit den Tools befassen, die so etwas ermöglichen.

Booktype ist eine freie Open Source-Software für das gemeinschaftliche Schreiben, Redigieren und Veröffentlichen von Büchern. “Veröffentlichen” heißt hier, die Publikation wahlweise als E-Book, PDF-Datei oder in HTML auszugeben und zum Beispiel zu Amazon oder Print-on-Demand Plattformen wie Lulu.com zu exportieren.

Collaborate and publish

Screenshot aus dem Booktype-Fotostream auf Flickr

Die zentrale Idee hinter Booktype ist, dass mehrere Autoren zeitgleich an einem Buchprojekt arbeiten können. Zu diesem Zweck stellt die Plattform eine ganze Reihe von Community-Elementen bereit: Benutzer können Profile erstellen, Gruppen beitreten, live chatten, Statusmeldungen posten, Bücher abonnieren (um per RSS-Feed über Änderungen informiert zu werden). Weiterlesen