Worüber wir reden, wenn wir von der Cloud reden

Zu dir oder zu mir?

Eigentlich ist es ja ganz einfach. Was sich bisher auf der eigenen Festplatte ansammelte, liegt nun zunehmend im Netz: Fotos oder Videos, Dokumente, Musik oder Software-Features. Gespeichert auf Rechnern von Dienste-Anbietern, mit denen unsere Geräte über die Datenleitungen verbunden sind. Oftmals, ohne dass wir das bewusst so wahrnehmen. Wer ein Smartphone besitzt und Apps verwendet, nutzt irgendwo immer „die Cloud“, um Daten zu synchronisieren.

Das Thema Daten spielt für Textarbeiter/innen eine große Rolle – nicht nur in Sachen Backups und Sicherheit. Wir müssen uns immer wieder neu überlegen, wo wir die Dinge ablegen und wie wir sie sortieren. Erst recht, wenn ich als Freelancer/in mit anderen zusammenarbeite, stellt sich bald die Frage: Tja, welche Cloud soll es denn nun sein? Weiterlesen

Der digitale Buddy

Manche Firmen setzen bei der Einarbeitung neuer MitarbeiterInnen auf ein Buddy-System, das den Neulingen einen Kollegen oder eine Kollegin als Ansprechpartner für die ersten Tage oder Monate an die Seite stellt. Buddy, das bedeutet “Kumpel, Freund/in” und drückt aus, dass da jemand Gleichrangiger ist, der sich kümmert. Jemand, der zeigt, wo es langgeht (d.h. die wesentlichen internen Abläufe) und wie man sich in der unbekannten Kultur des neuen Unternehmens bzw. Teams am besten zurechtfindet.

© Nicole Lücking, poasworld.de

Dass aber so ein Buddy-Prinzip bei der Einarbeitung auch in neue digitale Werkzeuge hilfreich ist, hat sich, glaube ich, noch nicht so herumgesprochen. Dabei kann das besonders effizient sein. Und ich denke, nicht nur Ältere schätzen es, wenn sie jemand haben, den sie einfach fragen können. Statt sich alleine, bestenfalls mit YouTube, grummelnd heranzutasten. Weiterlesen

Fröhlich verdrahtet: Wire als Kommunikationstool für kleine Teams

Start-Screen der iOS-App

Wire ist ein noch wenig bekannter Messaging-Dienst. Als sicherer und benutzerfreundlicher Gruppenchat möchte Wire eine Alternative zu WhatsApp & Co werden und wirbt damit, die Privatsphäre wirklich zu achten.

Hinter Wire steht ein Entwicklerteam, das u.a. aus ehemaligen Mitarbeitern von Skype besteht – und das merkt man, denn der Dienst bietet Audio- und Videochat in sehr guter Qualität an.

Ich hatte Wire anfangs nur im privaten Umfeld kennengelernt. Meine Lauftruppe tauscht kurzfristige Verabredungen und Smalltalk darüber aus. Nachdem ich aber festgestellt habe, wie einfach sich Gruppen erstellen und Dokumente hochladen lassen, kam mir die Idee, es in einem kleinen Projekt zu testen. Dort hatten wir bisher E-Mail und Skype zur Kommunikation genutzt, teilweise auch Slack, das aber nicht jeder intuitiv findet.

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Ein Diagramm zum Projektstart

Als Redakteurin arbeite ich oft auch mit anderen „Freien” – Autorinnen und Autoren, Grafik, Korrektorat, … Schließlich ist das Büchermachen kein Ein-Personen-Job.  Alle arbeiten selbstorganisiert, halten sich an gegebene Terminzusagen und ToDos und wir wissen, dass wir uns auf einander verlassen können. Oder?

Ich denke, Terminpläne und ToDos sind prima, aber sie zeigen doch gerade bei neuen Projekten nicht die “weichen” Unsicherheitsfaktoren. Kommunizieren wir genug? Was kann passieren, wo muss man Knoten lösen, was passt bei der Zeitplanung nicht?
Um die Unsicherheitsfaktoren auf den Punkt zu bringen, kann man Mindmaps und ausgefeilte Visualisierungen erstellen – oder ein schlichtes Diagramm wie das Folgende nutzen.mehps
Ich nenne es Mehps, seit ein Besucher den Nachbarn in bestem Bayerisch erklärte, mithilfe eines Programms namens “Gugl Mehps” die Orientierung wiedergefunden zu haben … Mehps kann aber auch für Mehrperspektiven-Skizze stehen.

Es ist eine Variante des Perspektivendiagramms, wie es Gabi Reinmann in ihrem Buch Wissenswege für das persönliche Wissensmanagement empfiehlt: als Hilfsmittel, mit dem sich ein persönliches „Wissensportfolio“ visualisieren lässt. Weiterlesen

99 Arten, ein Konzept zu versemmeln

good-advice.jpgLetztens saß ich mit einer Kollegin zusammen, die bei der Ausarbeitung eines Konzepts einfach nicht weiterkam. Sie wollte natürlich alles perfekt machen, hatte – um es ja effizient anzugehen – schon alles gelesen, was sie über Konzepte an Informationen finden konnte und war jetzt davon überzeugt, dass sie es völlig anderes anpacken müsse.
Ob ich ihr nicht ein paar Tipps geben könne?

Ich hatte das Gefühl: Das Letzte, was sie jetzt brauchen kann, sind weitere Tipps und Ratschläge. Manchmal ist es eben des Guten zu viel, zu viele How-tos zu lesen und goldenen Rat befolgen zu wollen. Deshalb habe ich ihr vorgeschlagen: Lass uns doch mal, um den Kopf frei zu kriegen, 99 Arten zusammentragen, wie man’s nicht macht. Weiterlesen