Was macht eigentlich eine Conceptionista?

Eigentlich wissen wir es ja alle: Ohne Konzept ist alles doof. Buch doof, Website doof, Film doof. Alles doof. Warum nur wird die Konzeptphase dann so oft vernachlässigt oder mit einem „Ham wa doch im Kopf!“ beiseite gewischt? Sollte man nicht lieber jemanden fragen, die oder der sich auskennt?

So eine Jemand ist die Multimediaautorin und Webentwicklering Nicole Lücking. Sie hat nicht nur ein Konzept über Konzepte geschrieben, sie hat daraus sogar ein fröhliches interaktives eBook gemacht. Mit der allerneusten Technik: Pubcoder für ePub 3.

Was sich damit alles anstellen lässt, zeigen die Protagonistin Conceptionista und ihr Verspieltes Plädoyer für gute Konzeption bei digitalen Projekten. Das E-Book gibts bei poasworld zum Download.

Schleifmaschinen-Marketing

Ich muss ja zugeben: Baumärkte finde ich toll.
Nicht weil ich die geschickteste aller DIY-Artistinnen wäre. Sondern wegen der fancy Bezeichnungen für unscheinbare Plastikteile (“Verteilerbaldachin”, Kleinteile-Magazin”, “Bodenhülsen-Set”). Und wegen der Flachbildschirme, auf denen Erklärvideos laufen. Wer wollte nicht schon immer wissen, wie man Tapetenkleister korrekt aufträgt oder in welchem Winkel der Farbroller zu halten ist?

Courtesy: Assembly App

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Kreative Korrekturzeichen

Korrekturzeichen sind genau festgelegt, amtlich nach DIN. Das ist ja auch klar, sie dienen der eindeutigen Kommunikation zwischen Korrektor und Setzerei. Missverständnisse beim Ausführen der Korrekturen sollen ausgeschlossen werden.

Unbotmäßig kreative Korrekturzeichen hat dagegen der Zeichner Grant Snyder entworfen. Satzanweisungen wie “set in Italy”, “more drama”, “horribly wrong font” klingen zwar irgendwie vertraut, lassen dann aber doch Raum für Interpretationen …

Die Idee an sich ist originell, aber nicht ganz neu. Zuvor hat beispielsweise die Zeichnerin Eve Corbel ein eigenes Set an Korrekturzeichen kreiert, zu finden noch auf dem Blog der Korrekturwerkstatt Mighty Red Pen: Not your Mothers Editing Marks.

Jedenfalls sind Snyders INCIDENTAL COMICS, beispielsweise über das Betrachten von Kunst, immer einen Blick wert. Demnächst erscheint das Buch, welches den Anlass für die kreativen Symbole geliefert hat, als Hardcover: The Shape of Ideas. An illustrated guide to creativity.

 

2 Rezepte für Dummy-Texte

Also, ich hatte doch letztens versprochen, zwei weitere Methoden vorzustellen, wie man sich Blindtext jenseits des langweiligen lorem ipsum herstellen kann.

Blindtext, das sind mehr oder weniger sinnfreie Platzhaltertexte, die genutzt werden können, wenn nicht genügend (oder passende) Inhalte zur Verfügung stehen.

Man kann sie entweder “freestyle” selber erzeugen oder “sampeln”.

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Wie aus Lorem ipsum ‘Laura im Shitstorm’ wird

Webdesigner, Layouter, Schriftgestalter, Redaktionen verwenden Blindtext als Platzhalter, solange der eigentliche Text noch nicht zur Verfügung steht.

Aber Fantasietexte kann man auch sonst immer mal brauchen, sei es für Workshop-, Demo- oder Testzwecke. Woher dann auf die Schnelle eine Menge Textbausteine hernehmen und nicht stehlen?

Sicher, es gibt den guten alten „Franz“. Den kann man z.B. direkt in Word (ab 2013) erzeugen, indem man die kryptische Zeichenfolge “=rand()“ eingibt und die Enter-Taste drückt.

Aber nützlich ist diese Art von Blindtext eigentlich nur zum Ausprobieren von Schriftbild oder Gestalterischem, nicht für längere Dokumente. Weiterlesen