Kreative Korrekturzeichen

Korrekturzeichen sind genau festgelegt, amtlich nach DIN. Das ist ja auch klar, sie dienen der eindeutigen Kommunikation zwischen Korrektor und Setzerei. Missverständnisse beim Ausführen der Korrekturen sollen ausgeschlossen werden.

Unbotmäßig kreative Korrekturzeichen hat dagegen der Zeichner Grant Snyder entworfen. Satzanweisungen wie “set in Italy”, “more drama”, “horribly wrong font” klingen zwar irgendwie vertraut, lassen dann aber doch Raum für Interpretationen …

Die Idee an sich ist originell, aber nicht ganz neu. Zuvor hat beispielsweise die Zeichnerin Eve Corbel ein eigenes Set an Korrekturzeichen kreiert, zu finden noch auf dem Blog der Korrekturwerkstatt Mighty Red Pen: Not your Mothers Editing Marks.

Jedenfalls sind Snyders INCIDENTAL COMICS, beispielsweise über das Betrachten von Kunst, immer einen Blick wert. Demnächst erscheint das Buch, welches den Anlass für die kreativen Symbole geliefert hat, als Hardcover: The Shape of Ideas. An illustrated guide to creativity.

 

2 Rezepte für Dummy-Texte

Also, ich hatte doch letztens versprochen, zwei weitere Methoden vorzustellen, wie man sich Blindtext jenseits des langweiligen lorem ipsum herstellen kann.

Blindtext, das sind mehr oder weniger sinnfreie Platzhaltertexte, die genutzt werden können, wenn nicht genügend (oder passende) Inhalte zur Verfügung stehen.

Man kann sie entweder “freestyle” selber erzeugen oder “sampeln”.

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Wie aus Lorem ipsum ‘Laura im Shitstorm’ wird

Webdesigner, Layouter, Schriftgestalter, Redaktionen verwenden Blindtext als Platzhalter, solange der eigentliche Text noch nicht zur Verfügung steht.

Aber Fantasietexte kann man auch sonst immer mal brauchen, sei es für Workshop-, Demo- oder Testzwecke. Woher dann auf die Schnelle eine Menge Textbausteine hernehmen und nicht stehlen?

Sicher, es gibt den guten alten „Franz“. Den kann man z.B. direkt in Word (ab 2013) erzeugen, indem man die kryptische Zeichenfolge “=rand()“ eingibt und die Enter-Taste drückt.

Aber nützlich ist diese Art von Blindtext eigentlich nur zum Ausprobieren von Schriftbild oder Gestalterischem, nicht für längere Dokumente. Weiterlesen

Ein neuer Blick auf LibreOffice

© Nicole Lücking, poasworld.de

Seit mit Office 2016 wieder eine vernünftige Word-Version für Mac zur Verfügung steht, habe ich das Open-Source-Äquivalent LibreOffice Writer nur noch selten benutzt. (Eigentlich hauptsächlich, um mit der Erweiterung Writer2Epub Dokumente ins E-Book-Format zu konvertieren.)

Anfang Februar nun haben die Entwickler von der Document Foundation ein neues Release, LibreOffice 5.3, veröffentlicht. Auf der deutschsprachigen Website wird das Release als experimentell bezeichnet, “auch für ‘innovative’ Anwender, die bereit sind, mögliche Fehler und Probleme an The Document Foundation zu melden”. Das macht natürlich neugierig. Weiterlesen

Was ist wichtig? Was kann weg? Priorisieren und Überarbeiten

Kennen Sie die MoSCoW-Methode? Im Projektmanagement bezeichnet dieses Akronym eine Skala, anhand der man Anforderungen und Aufgaben priorisieren kann. MoSCoW steht für Must have, Should have, Could have, Won’t have und gibt jeweils an, ob eine Funktion im aktuellen Projekt zwingend umgesetzt werden muss oder (eher) nicht:

  • Was gehört zum absoluten Mindestumfang, ohne den das Projekt keinen Sinn macht?
  • Welche Bestandteile sind weniger kritisch, aber den Nutzern vielleicht wichtig?
  • Welche Features sind ganz nett und können ohne viel Aufwand oder Kosten berücksichtigt werden, aber bei Zeitmangel lässt sich darauf verzichten?
  • Und schließlich, welche Anforderungen werden gar nicht umgesetzt, sondern höchstens als Idee für künftige Weiterentwicklung aufgehoben?

Dahinter steckt der Gedanke, dass die unterschiedliche Einstufung von Anforderungen eine größere Flexibilität erlaubt. Wenn ein Projekt nur “Must Haves” hat, kann der Umfang nicht verändert werden. Anders bei den Should haves und Could haves: Sollte es eng werden, kann auf sie noch verzichtet werden, oder wenn genug Zeit ist, kann man sie noch hineinnehmen.

Auch beim Überarbeiten von Texten hilft es manchmal, eine solche Einteilung im Hinterkopf zu haben.

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