Wissens-Werkzeuge, eine Blogparade

Zu einer Blogparade “Ein Tag an meinem Wissensarbeitsplatz” hat Simon Dückert von cogneon aufgerufen. Wissensarbeitsplatz – ein interessanter Ausdruck. Sind das heutzutage nicht die meisten Arbeitsplätze? Aber wie auch immer, es geht um die Techniken und Tools, die helfen das Wissen zu dokumentieren und zu kommunizieren.

Ein schöner Anlass, um mal die Tools vorzustellen, die einen täglich begleiten. Wodurch unterscheidet sich eigentlich das Handwerkszeug in der Wissenswerkstatt von anderen? Ich denke, es ist intelligentes Handwerkszeug – denn viel Wissen steckt schließlich in den Werkzeugen selbst.

Schreiben und Redigieren

Im beruflichen Alltag ist mein meist gebrauchtes Werkzeug entweder ein CMS, oder vor allem Word – also Office 2016. So weit keine Geheimnisse … Ein Contentmanagementsystem enthält zum Beispiel Wissen über Abläufe beim Erstellen von Inhalten, über Freigabeprozesse usw., es kann vorhersagen, was ein Benutzer als nächstes tun will und Vorschläge machen, Änderungen protokollieren. Word kennt die häufigsten Arbeitsgänge beim Qualitätsmanagement von Texten, kann die Struktur sichtbar machen und beim Überprüfen von Kommentaren helfen.

Word erlaubt es mittlerweile auch, gleichzeitig in Dokumenten zu schreiben – sofern sie in der Cloud gespeichert werden. Wo es darum geht, schnell agil mit anderen etwas auf die Beine zu stellen, ist noch allerdings meist Google Docs im Spiel, zumindest in der Anfangsphase.

Für ablenkungsfreies Schreiben: Ulysses. In der App steckt viel Wissen z.B. über Markdown, dessen Kürzel ich als Benutzerin mir nicht mehr merken muss, weil ich die integrierte Zusatztastatur benutzen kann.

Evernote, um Artikel und Informationen zu sammeln, zu verschlagworten, bearbeiten, annotieren, mit anderen über WorkChat zu besprechen. Leider steckt seit einiger Zeit (in den synchronisierten Notizbüchern) an Intelligenz Google Analytics drin, weshalb ist es für mich den Wert als “Zweitgedächtnis” verloren hat. Aber als vielseitiges und bequem zu fütterndes Social-Bookmarking-Werkzeug immer noch sehr nützlich.

Zotero um Recherchematerial zu ordnen, zu bibliographieren.

Everclip, um schnell Recherche und Quellen auf dem iPad zu organisieren. Als clevere Zwischenablage, mit der sich Web-Clips für Evernote vorbereiten lassen, vor allem wenn nur Teile eines Artikels interessant sind.

Verwaltungskram

Zeiterfassung erledige ich seit einiger Zeit mittels der App OfficeTime, die ziemlich intuitiv und ansprechend gestaltet ist. Das Ergebnis lässt sich z.B. in Excel weiter verarbeiten.

WorkFlowy speichert, anders als der Name suggeriert, keine Workflows, sondern ist ein praktisches Werkzeug zum Verwalten von Listen aller Art, das müssen nicht unbedingt ToDos sein.

Wie viele andere, probiere ich gerne Produktivitäts-Tools aus (aktuell den Slackbot, um mir lustige Erinnerungen zu schreiben), wechsle aber auch gern zwischendurch zu analog: Mit Bullet Journal und der Bonbonglas-Variante.

1Password, um Passwörter bequem zu generieren und verwalten. Was allein darin an “Wissen” steckt …

Kommunikation

Hier ist mittlerweile Slack für mich zur Projektorganisation das Lieblingstool.

Und künftig?

Der Wissensarbeitsplatz der Zukunft ist wahrscheinlich noch viel mehr von Vernetzung und der Zusammenarbeit mit intelligenten Maschinen geprägt. Tipp: Das Thema nachlesen im E-Book zum Arbeit-4.0-MOOC, besonders im Kapitel zur Arbeitsorganisation.