Zum Wochenende: Kopf freikriegen

Für die einen ist ja Tatort-Gucken das Ritual am Sonntagabend.

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Nicht repräsentative Umfrage

Für die anderen gehört zum Sonntagabend das Vorbereiten auf die neue Woche. Manchmal ist es genauso entspannend … Listen zu pflegen!

Von David Allen stammt die Idee des Brain Dump, was so viel bedeutet wie: das Gehirn – den Arbeitsspeicher – zu leeren.

Das heißt, ToDos wie auch Erinnerungen oder spontane Ideen in einer Liste festzuhalten. 5-15 Minuten lang hinsetzen und alles, was einem durch den Kopf geht, auflisten.

Man muss kein eingefleischter Fan der GTD-Methode sein, um das Prinzip zu schätzen, nämlich: dass Entspannung dadurch zustande kommt, dass wir uns von den vielen unerledigten Dingen frei machen. Und zwar indem wir sie aus dem Kopf in ein externes Medium auslagern. Das Entspannen-Können wiederum macht uns produktiver.

Aber warum ausgerechnet Listen?

Beim Brain Dump kommt es auf Geschwindigkeit an, Stichpunkte sind nun mal schneller als ein ausführliches Logbuch.

20 Listenpunkte kommen erfahrungsgemäß schnell zustande.

  • Aufgaben für die nächste Woche,
  • Erlebnisse des Tages,
  • flüchtige Ideen, von denen man nicht weiß, ob jemals etwas daraus werden wird.

Davon abgesehen hat Vieles, was wir notieren, ohnehin Listenform: Neben den üblichen ToDos oder Einkaufslisten vielleicht eine Liste von sehenswerten Orten für die Reiseplanung, interessanten Pflanzen für den Garten, Empfehlung von Lieblingslokalen.

Und nicht zuletzt lassen sich die Informationen in Listenform leichter erfassen, wenn wir sie anschließend weiter verarbeiten wollen.

Listen – elektronisch oder auf Papier?

Eigentlich spielt es keine Rolle, welche Software man verwendet, ob man elektronisch notieren mag oder auf Papier. Es hilft aber ungemein, wenn die Dinge sich an einem einzigen Ort befinden – nicht zig Zettel, Notizbuch hier, Word-Datei dort.

Seit einiger Zeit habe ich das Listen-Werkzeug Workflowy in Gebrauch, das sich hier wirklich bewährt. Aber auch ein Papier-Notizblock tut es natürlich nach wie vor.

ABC-Listen

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Eine etwas andere Herangehensweise besteht darin, alphabetische Listen anzulegen.

Die ABC-Methode ist eigentlich eine Kreativtechnik, sie stammt von Vera F. Birkenbihl. Das Ziel ist hier, Assoziationen zu einem Thema aus dem Gedächtnis abzurufen. Innerhalb von 2-3 Minuten wird eine alphabetische Liste erstellt – sei es um Informationen zusammenzutragen, Ideen zu sammeln oder Problemlösungen zu finden. Am besten funktioniert die Methode, wenn eine klar umrissene Ausgangsfrage den Anstoß gibt.

Ach ja, und was den Tatort betrifft: Den kann man ja immer noch in der Mediathek ansehen.