Eindrücke von der #Fbm16

fbm16_halle01Ursprünglich war hier ein Beitrag geplant: “Was ich dieses Jahr auf der Buchmesse gelernt habe.” Aber leider, so richtig viel Neues fand ich dann  nicht, über das zu schreiben lohnte. Deshalb nur Eindrücke, die haften blieben.

Selbermachen angesagt

Beim eBook Award wurde ein Projekt ausgezeichnet, bei dem sich Schülerinnen und Schüler mit dem Thema Flucht auseinandergesetzt und gemeinsam ein enhanced eBook gestaltet haben.
Preiswürdig, und warum ist so etwas noch selten, was braucht es denn dafür? Die Antwort der Projektleiterin: Zeit und Geduld, die Bereitschaft, so etwas neben der Schule noch durchzuführen (bei Lehrern und Schülern) und den Mut, sie “machen zu lassen”, eben etwas mal nicht besser zu können. Weiterlesen

Ein Selbsthilfe-Guru und seine Ratschläge für “Publishing 3.0”

James Altuchers Bestseller “Choose Yourself” verkaufte sich bisher eine halbe Million Mal und stand in verschiedenen Amazon-Rankings weit oben. Er spricht darin die neue Arbeitswelt an: Jobs brechen weg, alle wollen mit Freelancern oder temporären Beschäftigten arbeiten – also, so die Botschaft, suche dir eine Nische und bearbeite diese entrepreneurisch

Der Bestseller katapultierte ihn in eine Liga mit Größen wie Tim Feriss, auch wenn er selber sich nicht als “Selbsthilfe-Guru” sieht. Er erteile anderen keine Ratschläge, so Altucher, sondern schildere nur sein eigenes Scheitern und was er aus seinen Fehlern gelernt habe. “Advice is autobiography”.

Neben seinen Büchern betreibt Altucher einen erfolgreichen Podcast und einen Blog. Sein meistgelesener Blogartikel trägt die Überschrift How to Self-Publish a Bestseller: Publishing 3.0.

I’ve written before about publishing and self-publishing. But mostly it’s been how I lost money on every book I’ve written. This is the first time I can say I’ve published a good selling book and here is what I did.

Was ist Publishing 3.0?

In Altuchers Definition bedeutet 1.0, sein Buch bei einem Verlag unterzubringen, 2.0 war Selfpublishing, das mittlerweile sein Stigma komplett verloren habe. 3.0 ist das Buch als Businessmodell im Selbstverlag, aber dies sehr gezielt und planvoll.

Weiterlesen

Feiertags-Fundstücke: 5 Podcasts rund ums Büchermachen

Radiohören fand ich schon immer viel besser als Fernsehen, besonders die Hörspiele und Features an Feiertagen. In letzter Zeit höre ich immer mehr Podcasts, – schon klar, das ist nicht dasselbe wie Radiohören. Es fehlt der Verkehrsfunk zwischendrin.

Jedenfalls. “Der deutsche Podcast, er krabbelt langsam aus der Nische“, es gibt eine enorme Bandbreite, an Themen wie an Podcaster-Persönlichkeiten. Wer redet, ist nicht tot. Für die Feiertage habe ich euch ein paar Folgen aus dem Äther gefischt, die sich mit Büchern und Büchermachen beschäftigen. Weiterlesen

“Tweetable Abstracts” oder: Wie man prägnante Beschreibungstexte findet

Um Bücher oder andere Inhalte (etwa auf einer Landingpage) anzuteasern, braucht man einen “Pitch” – und der soll nicht nur neugierig machen, sondern den potenziellen Lesern auch vermitteln, dass unser E-Book, unser Whitepaper etc. ihre aktuell wichtigen Probleme behandelt. Manchmal fällt es schwer, die Kernbotschaft an den Anfang zu stellen und wirklich in einem Satz auszudrücken.

Kleiner Tipp: Man kann sich abschauen, wie Wissenschaftler ihre Thesen komprimieren, um sie im Vorfeld oder während einer Konferenz auf Twitter zu „pitchen“. Forschungsfragen und Ergebnisse in maximal 140 Zeichen zu packen, ist eine Herausforderung. In dem folgenden Video erklärt die Biologin Erin Eastwood, wie das geht.

Tweetable Abstracts 101 von Society for Conservation Biology auf Vimeo.

Nette Beispiele finden sich auf dem Twitterkanal der Science Slams. Das sind Konferenzen, auf denen junge Wissenschaftler ihre Ergebnisse „spektakulär verständlich“ auf der Bühne präsentieren.

#Techno kann #Flugzeugabstürze verhindern.  (Eine Untersuchung darüber, wie man mit ‘Beats per Minute’ Frühwarnsysteme für Flugzeuge entwickeln kann.)
Wollen Sie Pommes zu den Pommes? (Erläuterung eines Empfehlungssystems für Online-Shops.)
Computer, die auf Menschen starren (Über automatisierte Videoüberwachung.)
Oder mein Lieblingsbeispiel: Warum ist der Film immer doofer als das Buch? Miku Sophie Kühmel slamt ihre Bachelorarbeit  Transformationsanalyse zu Daniel Kehlmanns Selbstadaption von ‘Die Vermessung der Welt’.

 

Mobile first! Korrektur lesen auf dem  Smartphone

Reader-AppsSmartphones sind im Gegensatz zu E-Readern Multitasking-Geräte. Sie werden für alles Mögliche und natürlich nicht in erster Linie zum Bücherlesen verwendet.
Aber die Bedeutung des mobilen Lesens auf dem Handy wird über alle Altersgruppen hinweg zunehmen: Zu praktisch ist es doch, für „ungeplantes“ Lesen zwischendurch seine E-Books unterwegs im Zugriff zu haben – synchronisiert über die verschiedenen Plattformen und ermöglicht durch eine Vielzahl von Lese-Apps.

Wenn immer öfter Bücher auf dem Smartphone gelesen werden, was bedeutet das fürs Büchermachen?

In einem kürzlich erschienenen Artikel in der Selfpublisher-Bibel zieht Matthias Matting den lustigen Vergleich zwischen Schreiben und Enkel-Bestricken: Wer Socken strickt, wird „ab und an probieren lassen“. Matting rät Autoren, ihr Werk auf einem „echten E-Reader zu testen“, um zu verstehen, wie es bei den Lesern ankommt. Ob Inhaltsverzeichnis, Bilder, Links funktionieren. Wie der Text in verschiedenen Schriftgrößen erscheint.

Ich denke, es ist Zeit einen Schritt weiter zu gehen und zu überlegen, wie das alles auf dem kleinen Display des Smartphones erscheinen wird. Und dafür frühzeitig je nach Zielformat  in den diversen Apps (Kindle, iBooks, Marvin, Bluefire und wie sie alle heißen) zu testen. Einige Aspekte, die Autoren und Lektoren bedenken sollten: Weiterlesen